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Conny und ihr Blumengruß aus dem eigenen Garten ©  kl

Gärtnerin und Lehrerin mit Leib & Seele ©  kl

Passion & Werdegang

Conny Lehmann,  die Leiterin der Grund- und Umweltschule des Nachbarortes Görzig kam am 5. September 2015 nach Kleinfolgenreich, um uns von ihrem Werdegang und ihrer Passion zu berichten. Sie wurde 1963 als Cornelia Römling in Thurland geboren und war, wie sie sagt, ein richtiges Mädchen vom Lande. Sie wuchs auf einem Bauernhof auf, der seit über 200 Jahren im Familienbesitz ist, von der Mutti hübsch bestrickt und immer den 1 Jahr und 4 Tage älteren Bruder im Blick. Sie hatten ein gemeinsames Fahrrad und da es in Ermangelung an gleichaltrigen Kindern keine Schulklasse für Connys Jahrgang geben konnte, wurde sie kurzerhand ein Jahr verfrüht mit dem Bruder eingeschult.

Auf dem Hof waren immerzu Kinder zugange, sie blieben Freunde fürs Leben. Das Landleben war ihre Welt: Getreide und Kartoffeln ernten, Rüben hacken, Heu machen, Futter schroten.… Mit viel gutem Gefühl widmete sie sich diesen Aufgaben und fühlte aber auch schon sehr früh Verantwortung für das Treiben auf dem Hof. Bereits mit 10 Jahren fuhr sie den Deuz-Traktor über den Acker und fand das ganz normal. Auch die Tiere hatten es ihr angetan: Hunde, Schafe, Schweine, Kühe, Enten, Gänse, Katzen, Mäuse und Hühner. Bis heute, sagt sie, hat sie kein hoffremdes Ei gegessen. Zu besonderen Anlässen gab es ein neues Kleid aus Samt, von der Schneiderin genäht, auch das war Landleben. In der Erziehung erlebte sie Strenge und eine hohe Erwartungshaltung, von den Kindern wurde viel verlangt, auf dem Hof wurde jede Hand gebraucht. Als 16-Jährige ging sie 1979 an das Institut für Lehrerbildung nach Weißenfels um dort die Ausbildung zur Unterstufenlehrerin und Horterzieherin zu machen. Ihren beruflichen Weg begann sie 1983 an einer Schule in Wolfen-Nord, wo sie auf Weisung der Direktorin Mathe, Deutsch und Kunsterziehung in den Klassen 5 bis 9 unterrichtete. So stand sie auch vor Schülern, die kaum 5 Jahre jünger waren als sie, bis zur Übernahme ihrer ersten eigenen Klasse im Jahre 1984. Sie war schwanger, fuhr 5.45 Uhr mit dem Schichtbus von Thurland nach Wolfen, musste noch 45 Minuten laufen, hatte Hortdienst bis 10 oder 11 Uhr, Unterricht und wieder Hortdienst. Auf dem Rückweg hielt der Schichtbus außerplanmäßig, damit sie wieder nach Hause kam. 1985 wurde ihr Sohn Andre´ geboren, 1988 heiratete sie Ronny Lehmann, 1989 kam die Tochter Vicky dazu. Von 1987 bis zu deren Geburt unterrichtete Conny an der Dorfschule in Salzfurtkapelle, 5 km vom Heimatort entfernt, eine Erleichterung im Alltag. 1990 ging sie nach der Babypause und in der Zeit der politischen Wende wieder in den Schuldienst. Auch hier vollzogen sich Umbrüche, es war eine Zeit des Suchens und Findens, Grundschulen profilierten sich. Auf Drängen von Kollegen bewarb sie sich 1991, gemeinsam mit ihrer ehemaligen Klassenlehrerin um eine Stelle als Schulleiterin für die Grundschule in Salzfurtkapelle und bekam sie. Das Büro und die Sekretärin teilte sie sich mit dem Schulleiter der Sekundarschule, die im gleichen Gebäude untergebracht war. Auch die Schüler mussten Räume teilen, Pausenzeiten wurden verlegt um den verschiedenen Altersgruppen gerecht zu werden, Organisationstalent war gefragt. Es funktionierte gut, sie erlebte Schule als Gemeinschaft und Ort des lebendigen Lernens. Im Jahre 2003 musste sie auf Weisung der Landesregierung diese Schule schließen und besenrein übergeben. Im Schuljahr 2003/04 leitete sie eine Grundschule in Bobbau, recht klein, diese wurde 2004 geschlossen und die Schüler gingen fortan nach Wolfen-Nord in die Schule. Am 11.8.2004 wurde Conny Lehmann als Schulleiterin in den großen Schulkomplex nach Görzig berufen, der vor den Ferien geschlossen und nun wieder eingerichtet wurde. Allerdings ohne den Sekundarschulbereich für die Klassen 5 bis 10, der trotz vorbildlicher Ausrichtung mit den Schwerpunkten Umwelt und Energie sowie einer starken „Jugend forscht“ Beteiligung schließen musste. Im Gebäude erwartete sie Chaos und Müll, Brauchbares war von anderen Schulen abgezogen worden. Es gab weder ein funktionierendes Büro noch eine Sekretärin oder gar einen Hausmeister, aber der Bürgermeister des Ortes freute sich dass sie da war. Auch der Pfarrer stattete ihr einen Antrittsbesuch ab und hieß sie Willkommen. 90 Kinder in 4 Klassen, Kollegen waren wegen Qualifizierungen Mangelware, wieder war Organisationstalent gefragt. Die Schule ging in Trägerschaft der Gemeinde über, wurde von September 2004 bis Januar 2005 renoviert, sie bekam für 1 1/2 Stunden pro Tag eine Sekretärin und für 7 1/2 Stunden pro Woche einen Hausmeister. Das Finanzbudget war schwach. Der Tradition folgend bewarb sich die Grundschule mit verschiedenen Projekten als eine von zehn Schulen in Sachsen-Anhalt um den Titel „Umweltschule“. Mit dem Grünen Klassenzimmer, einem Weideniglu, der Kräuterspirale und den Bienen, die seit 2014 in Kooperation mit der Imkerei Immenwohl aus Schortewitz betreut werden, ist die Schule seit Jahren eine von drei Umweltschulen in Sachsen-Anhalt. Cornelia Lehmann ist wie damals als Kind auf dem elterlichen Hof in der Schule immer mittendrin. Sie war nie immer nur Schulleiterin, sondern immer auch Lehrerin und Ansprechpartnerin für die verschiedensten Belange. Auch hier ist sie mit dem Herzen und Begeisterung bei der Sache und voller Verantwortung für die Schulgemeinschaft.

Rückblick auf ein bewegtes Leben ©  mb

 ©  privat

Karl-Heinz Ecke

Am 1. August 2015 hatten wir Karl-Heinz Ecke zu uns eingeladen. Er war uns begegnet, als wir 2013 mit ihm Pflanzgut zum Wohle der Bienen und des Niederwildes für eine Biotopverbessernde Maßnahme in Kleinfolgenreich zusammenstellten. Er wurde 1942 in Halle geboren und wuchs kriegsbedingt ohne Vater in der Saalestadt auf. Als dieser 1949 heimkehrte, konnte der Siebenjährige sich ihm nur schwer unterordnen. Schon früh interessierte sich Karl-Heinz für die Natur aber auch für Gewehre aller Art und war unglücklich, als sein Vater Anfang der 50er Jahre die noch vorhandene Flinte zersägte und in die Saale warf. Seine Familie musste in den Nachkriegsjahren keinen Hunger leiden, mit dem vorhandenen Acker konnten sie sich selbst versorgen und bekamen daher keine Lebensmittelkarten. Er erinnerte sich an Tauschhandel und Naturalienwirtschaft, der Großvater konnte als Hamsterjäger ein Fell gegen 1 kg Zucker tauschen. In der Schule hatte er es ab 1949 mit einer hochbetagten, „schlagkräftigen“ Lehrerin zu tun, keine schöne Zeit. Ein Schulausflug in den Wald, die Wanderung mit einem Förster und die Begegnung mit Fichten, Lärchen, Eichen und anderen Bäumen des Waldes weckten in ihm den Wunsch, selbst Förster zu werden. Mit 13 kaufte er sich das Buch „Bäume und Sträucher des Waldes“, mit 15 „Unsere Jagd“. Als Abiturient besaß er bereits eine Jagderlaubnis und vernachlässigte die Schule. Mit 16 wurde er Jäger, bekam mit 18 seine Jagderlaubnis, durfte seinen ersten Hasen schießen und an einer Drückjagd teilnehmen. In dieser Zeit war er viel in der Dölauer Heide unterwegs und er berichtete, dass dort alle Mitarbeiter der städtischen Verwaltung mit NSDAP-Vergangenheit Bäume schlagen mussten. 1961 begann Karl-Heinz Ecke, nachdem ihn der EOS-Lehrer dazu überredet hatte, mit dem Landwirtschaftsstudium. Die Praxis im Kuhstall mit einer Arbeitszeit ab 3 Uhr morgens fand er zu anstrengend, daher wechselte er in die Felderwirtschaft. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit Beregnung im Gemüseanbau. Nach einer Beschäftigung in der LPG Gröbzig und der Armeezeit in der NVA erlebte er seine 10 schönsten beruflichen Jahre in der VEG Obstbau Landsberg, wo er ab 1984 die Abteilung Windschutzstreifenbepflanzung übernommen hatte. Im ehemaligen Bezirk Halle verantwortete er die Bepflanzung von über 100 km Windschmutzstreifen und 26 Deponien. Nach der politischen Wende 1989 brachte er im Landesjagdverband Sachsen-Anhalt den Naturschutz auf den Weg, seither ist seine Passion die Biotopverbesserung. Sorgen macht ihm der heutige Zustand unserer Landschaft: 3200 km Feldwege ohne Strauch und Baum. Durch die sogenannte Feldrandhygiene der Landwirte wird unsere Landschaft rasiert, mit verheerenden Folgen für das Ökosystem. Karl-Heinz Ecke plant eine Denkschrift zu dieser Thematik mit Lösungsansätzen, dabei setzt er auch auf die Unterstützung durch die Imker.

Bildprojektion / privat

Dorothea lauscht Volk Kastania ©  kl

Dorothea Frederking

Am 13. Juni 2015 kam Dorothea Frederking zu uns ins Refugium Kleinfolgenreich. Wir hatten Sie bereits 2013 als Patin für ein Bienenvolk im Georgium in Dessau gewinnen können. Sie berichtete uns von ihrer Kindheit und Jugend in der Großfamilie auf einem Bauernhof in Ostwestfalen, von ihrem Leben neben Brüdern auf Feld und Straße. Auf dem langen Weg zum Schulbus wurde sie gedanklich umgetrieben von Themen wie Müll in der Landschaft und Umweltverschmutzung allgemein. Sie fühlte sich verantwortlich und spürte, dass sie etwas bewegen möchte. In ihrer Jugend engagierte sie sich im kirchlichen Umfeld, begeisterte sich aktiv für mehrere Sportarten, auch Brauchtumspflege lag ihr am Herzen. Kopfthemen mit denen sie sich auseinandersetzte waren in dieser Zeit die Torfmoor-Problematik, Saurer Regen und das Waldsterben. Zufälle und bedeutsame Begegnungen mit Menschen führten sie Mitte der 80er Jahre nach Berlin zum Studium. Der Beginn ihrer Politisierung setzte letztendlich ein, als damals bei ihr die Frage auftauchte, warum man auf die riskante Atomkraft baut, obwohl Kraft-Wärmekopplung die wirkungsvollere Art der Energiegewinnung ist. Später führte sie ihr Lebensweg nach Magdeburg und Ende der 90er Jahre zur Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt.

In den Welten

Gleichgesinnte ©  privat

Kerstin Geyer

Unser erster Gast im Rahmen der Reihe Passion & Werdegang war 2015 am 7. März Kerstin Geyer, seit kurzem Mitglied im Kleinfolgenreich e.V.. Sie erzählte davon, wie wichtig in ihrer Kindheit der Onkel für sie gewesen ist, der ihr die Liebe zur Natur und die Hinwendung zu Pflanzen nahe gebracht hat. Als prägend empfand sie auch die Kindheits-Jahre, die sie mit ihrer Familie in Kuba erlebte, weil ihr Vater als Fahrer bei der Botschaft der DDR in Havanna arbeitete. Zurück in ihrer Heimat entschied sie sich als Jugendliche später für eine Ausbildung zum Koch. Das bedeutete damals das Erlernen dieses Handwerks von der Pike auf: Tiere zerlegen gehörte genauso dazu wie das Organisieren von Material. Ein Zwölf-Stunden-Tag war keine Seltenheit. Sehnsucht und Lebensdurst jenseits der Arbeitswelt erwachten bei Kerstin als sie mit Motorradfahrern in Kontakt kam und deren Lebensgefühl teilen wollte. Sie sattelte um und wechselte vom rückwärtigen Dienst im Gastro-Bereich an die vorderste Front: den Service. Sie baute im Rahmen von Franchising  mehrere Enchilada-Restaurants in ganz Deutschland auf und durchlebte alle Höhen und Tiefen dieser Welt. Das Beste, was ihr diese Zeit vermittelt hat, war das Gefühl der Geborgenheit in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter und Gleichgestimmter. Mit der Schwangerschaft und Geburt ihrer Tochter Lena gab es eine Wende in ihrem Leben und seit 2012 wendet sie sich intensiv der Permakultur und damit wieder ihren prägenden Kindheitserlebnissen zu.

 

Ährengold ©  kl

für einen guten Zweck ©  mb

Johannes Loriz

Nach einer Pause im Monat Juli, der ganz im Zeichen unseres Tages der Offenen Imkerei stand, ging es am 2. August 2014 mit Passion & Werdegang weiter. Gast war dieses Mal Johannes Loriz von der Dorfuniversität Dürnau. Wir hatten ihn während des Weißenseifener Hängekorb – Nähkurses im November 2013 in der Fischermühle als Referenten kennengelernt. Bereits am Freitagabend reiste er aus dem 500 km entfernten Dürnau mit seiner Freundin und Dorf-Uni-Gefährtin Agata Chmielewska an und brachte einen seiner schönen Weißenseifener Hängekörbe zur An- schauung mit. Am Samstag hängte er uns diesen in den Nussbaum im Garten der Stille und demonstrierte seine Handhabung. Zwischendurch nähten wir mit Bianca Richter (flimmerbiene.de) eigene Bienenkörbe oder begannen wenigstens damit. Das gemeinsame Abendessen unter dem Nussbaum ging nahtlos in Passion & Werdegang über. Diesmal ganz ohne Bilder und trotzdem fesselte uns Johannes mit seiner bewegten Lebensgeschichte, die ihn aus einem Frauenhaushalt im kleinen schwäbischen Dorf mit Hilfe eigens verfasster, allerdings bisher verkannter Gedichte nach Indien und schließlich in die Wuppertaler Gemeinschaft nach Dürnau führte. Dort gibt er Kurse zum Mähen mit der Sense und Weißenseifener Hängekorb-Nähkurse.

Mädchentage ©  privat

Halles Schwarmretterin ©  mz

Gabriele Huber-Schabel

Am 7. Juni 2014 kam die Rechtsanwältin und Vorsitzende des Halleschen Imkervereins vom Platzregen pudelnass im Bauwagen in Kleinfolgenreich an. Max hatte sie in der Multiplikatorengruppe des Imkerverbandes Sachsen-Anhalt kennengelernt und war beeindruckt von ihrem Engagement für Bienen-Schwärme, die sie in teilweise abenteuerlichen Aktionen im Stadtgebiet von Halle rettet und die dann durchaus erst einmal in der Teeküche ihrer Anwaltskanzlei landen. Sie erzählte uns von ihrer früh erwachten Liebe zu Insekten, die dazu führte dass sie Ameisen von der Straße im Aufzug auf die Dachterasse ihrer elterlichen Wohnung in Mannheim umsiedelte, weil es diese Tierchen dort noch nicht gab. Geduldig und fügsam ging sie aber auch zu den Backkursen, die ihre Mutter für sie ausgesucht hatte, obwohl sie lieber mit Freundinnen reiten gegangen wäre. Nach ihrem Jura-Studium kam sie Anfang der 90er Jahre im Rahmen ihrer Tätigkeit für eine Karlsruher Kanzlei nach Halle, weil der Kanzleichef im Osten juristischen Beistand leisten wollte, um Institutionen wie die Hallesche Uniklinik in den Tücken des neuen Systems zu beraten. Sie lernte ihren Mann kennen und blieb. Ihre Liebe zu Hautflüglern erwachte wieder, als sie Hummeln in ihrem Garten entdeckte, denen sie sogleich geeignete Kästen bereitstellte. Der Weg zu Bienen war nicht weit. Doch nicht nur um ihre eigenen Immen kümmert sie sich. Wird in Halle ein Schwarm entdeckt, klingelt bei Ihr das Telefon und dann meiselt sie schon mal ein Bienenvolk aus einer Fassade oder rettet es aus dem Schornstein eines Hauses und reinigt die rußgeschwärzten Bienen in mühevoller Kleinarbeit. Auch um Wespen und Hornissen kümmert sie sich inzwischen und setzt Völker bei Bedarf um.

Normale, wilde Zeiten ©  privat

Im Element ©  kl

Marion Krause

Mitte des Jahres, am 14. Juni 2014 wurden wir von Marion Krause, in ihrer Funktion als Mitarbeiterin des Grünflächenamtes Dessau, am Nachmittag per Pedes auf dem „Roten Faden“ durch die Stadt geleitet. Die Wiesenflächen entlang dieses Radweges sind ein Beitrag der Stadt zur IBA 2010, die sich mit Schrumpfung von Städten beschäftigte.
Dabei begleitete uns Matthias Stolle (Saale-Saaten.de). Er sorgte mit seinen Saatgutmischungen dafür, dass auf den nach Abriss entstandenen Dessauer Brachen die geeigneten Blühpflanzen wachsen konnten und gab uns Auskunft über die Arten der Pflanzen und die entsprechende Pflege.
Am Abend berichtete uns Marion in Kleinfolgenreich von ihren aufregenden Erlebnissen während des Studiums der Tierproduktion in Leipzig an der Karl-Marx-Universität, ihrer Zeit in der Nerzfarm in Dessau und ihren eindrucksvollen ersten Begegnungen mit den Bienen bei uns in Schortewitz, die ihrem Leben noch einmal eine neue Richtung gaben.

Begegnung mit der Welt der Bienen ©  kl

Elbe-die große Liebe ©  privat

Paul Ernst Dörfler

Im Mai 2014 kam am 10. der Elbe-Schützer Paul Ernst Dörfler zu uns nach Kleinfolgenreich.
Im gut geheizten Bauwagen erzählte er uns von seiner unbeschwerten Kindheit in den Weiten der Elbe-Auen und seiner Liebe zu dem freiheitlichen Leben in der Natur, während neben dem Ofenrohr in der Wagenwand die frisch geschlüpften Spatzenjungen wild zwitscherten.
Paul ist einer der ersten aktiven Umweltschützer in der DDR und Mitbegründer der Grünen Partei, bis März 1990 saß er als Vertreter der Grünen am Zentralen Runden Tisch.
In den letzten Jahren schrieb er neben den Aktivitäten zum Schutz der Elbe und ihrer Auen mehrere Bücher über Umweltthemen und seit 2009 vorwiegend über Vögel,
ihre Nahrungsquellen, ihr Liebesleben. Nach seinem eindrucksvollen Vortrag blieb er über Nacht und lauschte im Gästewagen dem ausdauernden Lockgesang eines Nachtigall-Männchens… 18 Träller, so viele hatte er vorher noch nie am Stück gehört. Am nächsten Morgen machte er bei unserem Immenhort-Treff die erste Bekanntschaft mit Bienen und erlebte gleich die faszinierende Einlogierung eines Schwarmes.

Heile Kinderwelt ©  privat

Vergangenheit & Gegenwart ©  kl

Antje Springer-Böhm

Am 5. April 2014 stellte sich die Schortewitzer Naturschützerin und Jägerin Antje Springer-Böhm ebenfalls in der Energiehof-Scheune vor. Wir begannen diesmal schon am Nachmittag mit dem Angebot des Ersten Schortewitzer Krempelmarktes, außerdem hatte Antje mit Ihrem Mann Roland Böhm das Tier-Mobil des Landesjagdverbandes nach Schortewitz geholt.
Hier konnten Tier-Präparate bestaunt und Wissenswertes über die heimische Tierwelt in Erfahrung gebracht werden. In Antjes Vortrag erfuhren wir viel über ihre innige Verbindung zur Heimat von Kindesbeinen an und zu ihrer Familie, als wichtigste Kraftquellen ihres Daseins.
Die Orientierung an dem Schortewitzer Naturfreund, Umweltschützer, Landschaftsgestalter und Jäger Paul Hebestedt (1934-2010) brachte sie nach einigen bewegten Jahren des Reisens und Welt-Kennenlernens auf ihren heutigen Weg.

Ungetrübte Kindheit ©  privat

Ruhe finden bei den Immen ©  kl

Max Baumann

Den Auftakt machte am Frauentag, dem 8. März 2014 Max Baumann. In der Scheune des Energiehofes Finger in Schortewitz berichtete er, untermalt mit einer Bilderschau auf der großen Leinwand von seiner bewegten Jugend und seinen Umwegen zur Fotografie.
Die Entdeckung des alten Lehmhauses in Schortewitz führte zur fortwährenden Hinwendung zum Garten und zur Landschaft, die im Jahre 2009 schließlich zur Liebe zu den Bienen und in den Beginn der Imkerei mündete und 2013 die Idee Kleinfolgenreich wachrief.
Nach seinem Vortrag wurde ausgelassen getanzt, nicht zuletzt um die während des Zuhörend ausgekühlten Körper wieder auf Temperatur zu bringen.

Himmel & Menschen

Imkerei Immenwohl auf der Internationalen Grünen Woche

Eine Woche nach der „Wir haben es satt“ Demonstration, reisten wir diesmal für zwei Tage in die Hauptstadt um auf der Grünen Woche am Stand des Landkreises Anhalt-Bitterfeld unsere Imkerei Immenwohl zu präsentieren. Die Grüne Woche gilt weltweit als das bedeutendste agrarpolitische Treffen, Dialogplattform und Leitmesse für Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau.
Den Namen verdankt sie allerdings nicht ihrer politischen Ausrichtung, sondern der Bekleidung ihrer Besucher in den 20er Jahren. Damals kamen die Gäste meist aus der Land- und Forstwirtschaft und waren in grünen Loden gekleidet. 50.000 waren es bereits 1926, die Zahl stieg stetig, vor allem seit 1951, als die Messe eine stärkere internationale Ausrichtung bekam. In diesem Jahr strömten zum 80. Jubiläum an den Ausstellungstagen 410.000 Menschen auf das Messegelände unter dem Funkturm.
2013 waren wir dank der Wirtschaftsförderung des Landkreises schon einmal dabei und konnten erste Erfahrungen mit unserem kleinen Messeauftritt sammeln.
In diesem Jahr hatten wir neben dem Honig auch einige Ideen mitgebracht, was man mit dem süßen Gold ausrichten kann, außer es auf Brötchen zu streichen oder im Tee aufzulösen.
An unserem Stand konnten die Messebesucher auf köstlichem Brot der Bio-Bäckerei Bachmann
scharfen Feta-Tomatenstreich mit Honig oder Chavré-Ziegenkräuterkäse mit Walnüssen und Honig verkosten. Außerdem gab es Joghurt mit Honig und Walnüssen und Rote Bete Suppe, die ebenfalls ein Hauch Honig verfeinerte. Eine 72jährige Besucherin probierte bei uns nach 66 Jahren das erste Mal wieder Rote Bete und war vom Geschmack angenehm überrascht. Mit ihr und zahlreichen weiteren Messebesuchern hatten wir anregende Gespräche, sowohl über die wohltuende Wirkung des Honigs als auch über Fragen der Bienenhaltung und die Probleme, welche die industrielle Landwirtschaft den Bienen beschert.
Am Samstagabend nahmen wir nach dem langen Messetag mit Vergnügen am Händlerabend teil, mit dem sich die Agrar-Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt bei den Ausstellern mit deftiger Hausmannskost und Freibier für den Messeauftritt bedankte. Ein DJ von Radio Brocken sorgte für passende Musik und wir nutzten die Chance und tanzten ausgelassen zu Hits der 80er, 90er und dem Besten von Heute. Im Taumel kam Max auf die Idee, einen "Immenball - Tanz für die Bienen" in Kleinfolgenreich zu geben. // kl

Für Käthe, Hannes, Maja…

An vielen Traktoren, welche die „Wir haben es satt!“ Demo am 17.1.2015 in Berlin anführten, waren Zettel angebracht: Für Max. Für Leo. Für Leonie & Clara.
Die Zettel rotierten an den Rädern oder waren an den Kabinen der Traktoren angebracht,
die oft junge Bauern und Bäuerinnen lenkten.
Schnell wurde klar, es waren die Namen von Kindern. Für Rosa, Jon, Carl…
die in der Welt leben werden, die wir ihnen hinterlassen.
Die 50 000 Menschen, die dem Aufruf zur Demonstration vom Potsdamer Platz zum Kanzleramt aus allen Teilen Deutschlands gefolgt waren, zeigten auf Plakaten und Fahnen, mit phantasie-
vollen Kostümen und lautstarken Sprechchören ihre verantwortungsvolle Haltung für unsere Welt: WIR HABEN ES SATT!
Die ablehnende Haltung zur Praxis in der konventionellen Landwirtschaft und Lebensmittel-
industrie mit all ihren verheerenden Folgen wurde begleitet von den Wünschen für eine lebenswerte Zukunft:
Fairhandel statt Freihandel! Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotikamissbrauch!
Förderung regionaler Futtermittelerzeugung! Freiheit für die Saatgutvielfalt!
Faire Preise und Marktregeln für Bauern! Gesundes und bezahlbares Essen für alle!
Der nicht enden wollende Demonstrationszug setzte sich aus allen Schichten der Gesellschaft zusammen, eine phantasie- und verantwortungsvolle Gemeinschaft mit dem Willen zur Veränderung, die hoffnungsvoll stimmt. Wer diese Menschenmenge als Verrückte, Spinner
oder Weltfremde diffamiert, missachtet ihr enormes Potential, welches unsere Gesellschaft zukunftsfähig macht.
Wir danken den Organisatoren und Förderern von „Wir haben es satt!“ für diese mutmachende Demo und freuen uns im nächsten Jahr mit einem Kleinfolgenreich-Wagen dabei zu sein.
// kl + mb

Sabine zieht ins Punkthochhaus

Zum Tag der offenen Imkerei am 05. Juli 2014 war es endlich soweit, „Sabine“ wurde in ihr neues Zuhause einlogiert. Auf die zahlreichen Gäste wartete eine kleine Sensation. Wer war schon einmal dabei, wenn ein Bienenvolk einen Neubau bevölkert? Aus den bereitgelegten Bauelementen wuchs Schicht für Schicht die assoziationsreiche Skulptur.

Der Künstler Marc Fromm aus Halle war eingeladen, sich den Gärten von Kleinfolgenreich inmitten der Weiten der industriellen Landwirtschaft zu nähern. Unter den vielschichtigen Gegebenheiten dieses ungewöhnlichen Ortes inspirierten den Künstler die aufgetürmten Bienenkästen und ihre emsigen Bewohner am meisten. Das Zusammenleben Hunderter in einer rationellen Behausung legten für ihn den Vergleich mit den ostdeutschen Plattenbauten, den „Arbeiterschließfächern“ nahe. In den Punkthochhäusern von Halle-Neustadt fand er schließlich die realen Vorbilder für seine Assoziation.

Im Wechselspiel von Form und Inhalt galt es, die künstlerischen Ambitionen mit den Bedürfnissen der Bienen und der imkerlichen Praxis abzustimmen. Bei aller Kunstfertigkeit versuchte sich Marc Fromm in Abstimmung mit Imker Max Baumann an einem gebrauchs-
fähigen Bienenhaus. Dennoch, Sabine lebt in einem echten Prototyp, dessen sich bereits abzeichnenden Ecken und Kanten in der kommenden Saison nach einem Feinschliff verlangen.

Erstaunlich, wie aus einer gewöhnlichen Bienenkiste durch wenige Kunstgriffe, Leisten und Farben in dem Modell des Punkthochhauses die heitere Vision der Neustädte der 80-er wieder aufersteht.
Und wie geht es Sabine? Die hinterlüftete Vorhangfassade spendet ihrer Wohnung an heißen Tagen schattige Kühle und deren markante grafische Struktur erscheint den Heimkehrenden gleichsam als Leuchtturm.

Neujahrgruß 2014

In Vorfreude auf wesensgemäße Bienenhaltung in Kleinfolgenreich.
Wir wünschen Gesundheit, Geduld und Schaffenskraft.

Wir entschuldigen uns an dieser Stelle bei den treuen Leser_innen dieser Seite für die Verzögerungen bei der Aktualisierung. In den warmen Monaten nehmen uns die Gärten und Bienen voll in Anspruch, für die Arbeit am Computer fehlt schlicht und einfach Zeit und Muse. Wir arbeiten jetzt nach und berichten von den Geschehnissen des vergangenen Jahres mit einigem Abstand.

Der Inhalt des Tagebuches, welches wir für unsere Freiwilligen im Ökologischen Jahr eingerichtet haben, ändert sich mit dem neuen Jahr.
Da uns die diesjährige FÖJlerin bereits nach sechs Wochen verließ, öffnen wir das Tagebuch für Texte von Weggefährten und Gästen von Kleinfolgenreich.

Wenn wir heute das vergangene Jahr anhand der Tagebucheinträge von Caroline Trommer Revue passieren lassen, danken wir Ihrer Perspektive auf unsere Arbeit und Kleinfolgenreich.

Folgenreiche Gründung

Am Mittwoch, den 4.12.2013 gründen wir den Verein "Kleinfolgenreich".
Bei Kerzenschein und wohliger Wärme, die einem kleinen Holzofen zu verdanken ist, sitzen acht Gründungsmitglieder im Bauwagen in Kleinfolgenreich zusammen und vollziehen den offiziellen Gründungsakt. Nach dem Genuss einer heißen Tomatensuppe und Adventskeksen sammeln wir Ideen für eine lebendige Vereinsarbeit.

Wir setzten uns die Förderung und Verbreitung wesensgemäßer Zucht- und Haltungsformen der
Honigbiene im Zusammenhang von Landschaftspflege und Umweltschutz, Gemeinwesen und Volksbildung sowie Kunst und Kultur zum Ziel. Wir wollen, dass es den Bienen besser geht,
die Landschaft wieder vielfältiger wird und die Menschen über ihr Leben und ihre Gewohnheiten nachdenken und diese idealerweise ändern.

Im Zentrum unserer Vereinsarbeit stehen 2014 der Aufbau des Bienengartens, die Renovierung des Klubhauses und eine Veranstaltungsreihe, bei der sich Vereinsmitglieder und interessante Akteure aus Nah und Fern mit ihren Schwerpunkten vorstellen.

Wir freuen uns über Mitstreiter, die sich aktiv, aber auch als finanzielle Unterstützer an unserer Arbeit beteiligen wollen!

Schöpfung entdecken, bewahren und leben

Kleinfolgenreich aus Sicht einer Christin

Das Land, auf dem nach und nach die Vision von Kleinfolgenreich Gestalt annimmt, hat Max Baumann im letzten Jahr von der Evangelischen Kirche Anhalts/ Evangelischen Kirchengemeinde an der Fuhne gepachtet. Doch mit der Zeit lassen sich immer mehr Anknüpfungspunkte zwischen der Idee des Gemeinschaftsgartens und dem christlichen Glauben erkennen.
Auf welche Weise kann man Glauben in Kleinfolgenreich erfahren?

Gott zeigt sich uns Menschen auf so unzählig vielfältige Weise. Wenn man in Kleinfolgenreich einkehrt, ankommt und sich offen zeigt für Eindrücke der Natur, kann man Gott an diesem Ort begegnen. Ob nun beim Innehalten, wozu der Garten der Stille einladen wird, beim Gemeinschaft leben und feiern oder bei der Arbeit: Gottes Spuren werden erkennbar, gehen auf uns zu und verbinden uns miteinander. Und davon will Kleinfolgenreich leben: von einem Miteinander Engagierter aus Überzeugung. Ein Garten zum Teilen greift den Gedanken an die urchristliche Gütergemeinschaft auf. In der Apostelgeschichte im 2. Kapitel ist beschrieben, wie die zerstreuten Anhänger von Jesus nach seiner Auferstehung und Auffahrung in den Himmel ihr Hab und Gut verkauften und sich in füreinander sorgenden Gemeinschaften zusammenfanden. Gerade weil es in unserem Alltag oft nicht mehr vorkommt, dass unser Lebensmittelpunkt auch zugleich der Ort ist, an dem wir arbeiten, kann es heilsam sein, beides wieder zu zentrieren. Ora et labora. Bete und arbeite. Im Hinblick auf die Tradition der Klöster kann auch in Kleinfolgenreich Gelegenheit sein, Gebet und Arbeit als wesentliche Bestandteile des christlichen Lebens wieder zueinander finden zu lassen.
Und weil in Kleinfolgenreich freie und kultivierte Natur aufeinandertreffen, kann man vielleicht von Zeit zu Zeit erahnen, wie sich Adam und Eva im Garten Eden gefühlt haben, als sie die unberührte Schönheit der Natur umgab. Durch seine Inselartigkeit kann Kleinfolgenreich also vielleicht manchmal auch paradiesisch anmuten. Auf jeden Fall greift das alttestamentarische Bild der Arche Noah. Um einer großen Sintflut zu entgehen, beauftragt Gott Noah ein großes Schiff zu bauen, um für jeweils ein Paar der verschiedensten Tierarten und für seine Familie das Überleben zu gewährleisten. Hierhin ziehen sich auch bedrohte Arten zurück. Hier sollen die Bienen genug abwechslungsreiche Nahrung finden, wenn z.B. die alten Obstbaumsorten blühen und Vögel und Wild sich aus der flachen, wenig Schutz bietenden Umgebung zurückziehen.

Wir Christen haben die große Hoffnung, dass das Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist und dass wir dann in Gottes Reich in seiner Gegenwart leben können. Im jetzigen Leben können wir, wenn wir in seinem Namen zusammenkommen, seinen Geist ganz nah spüren.
Der Name des Gemeinschaftsgartens verspricht auch ein Reich. Was dürfen wir hier erwarten? Ein Reichtum an sich entfaltender Natur, an Ideen und Kreativität sowie menschlicher Nähe?
Klar ist, dass das Reich uns einlädt, daran mitzutun. Denn viele kleine Schritte können etwas Großes bewirken. Darauf dürfen wir vertrauen.
Und darauf, dass wir jetzt für unsere Umwelt Bewusstsein entwickeln und mit einem durchdachten Engagement für die wirklich wesentlichen Dinge leben. Denn unser eigenes Handeln bleibt nicht folgenlos. Gott hat es uns zur Aufgabe gemacht, die Schöpfung zu bewahren. Er hat uns als Krone an erste Stelle gesetzt, um dieser Verantwortung mit all unserer Kraft und unserem besten Vermögen nachzukommen. So ist es höchste Zeit, Tiere und Pflanzen als Mitgeschöpfe anzuerkennen und uns für den Erhalt der Biodiversität, also einer reichen Vielfalt, stark zu machen.

Ohne es geplant zu haben, ergeben sich beim schrittweisen Entstehen von Kleinfolgenreich Gelegenheiten, symbolische Orte einzurichten.
So wollen wir auf einer gefliesten Terrasse einer ehemaligen Gartenlaube einen Tisch aus alten Zementsteinen errichten. Ein Tisch, der in Richtung Osten ausgerichtet ist, lädt ein zur Gemeinschaft mit Gott, zum Gebet und zum Gesang. Damit wenden wir uns auch der aufgehenden Sonne als Zeichen des auferstandenen Christus, in dessen Namen wir zusammen sind, zu. Vielleicht kann hieraus ein Ort lebendigen und bewegten Glaubens werden, zu Erntedankgottesdiensten oder zu Taufen und Abendmahlsfeiern im Freien. Da der Ortsfriedhof gleich an den Gemeinschaftsgarten angrenzt, könnte hier auch Raum für Trauerfeiern sein.

Kleinfolgenreich will viele Gäste empfangen. Dafür wurden Bauwagen erworben und werden zum Bewohnen wieder hergerichtet. Mit in der Entstehung begriffener Küche, Aufenthaltsraum und Komposttoilette kann es zukünftig Gruppen die Möglichkeit zur Übernachtung bieten. Es wäre schön, wenn hier ein Treffpunkt für z.B. Familien und Jugendliche entstünde, die das gemeinschaftliche Leben in seiner einfachen und zugleich intensiven Art erfahren wollen.

Neben dem Leben und Arbeiten soll in Kleinfolgenreich auch das Lernen großgeschrieben werden. Aus vielseitiger Initiative kann hier ein Lernort entstehen, wo generationsübergreifend von- und miteinander gelernt werden kann. Hier können beispielsweise grüne, kulturelle oder religiöse Inhalte thematisiert werden (z.B. Gartenbau, artgerechte Tierhaltung, nachhaltige Lebensweise beim Konsumverhalten, Energie, Wiederverwendung von gebrauchten Materialien, Heimische Tier- und Pflanzenwelt, Naturheilkunde, Kunst und Musik, Gott in der Natur …).

Kleinfolgenreich kann Menschen die Perspektive eröffnen, Gast auf Erden zu sein. Wer Kleinfolgenreich kennenlernt und daran mittut, kann erfahren, dass uns mit der Schöpfung ein großes Geschenk gemacht wurde. Unser Dasein auf der Welt hat aber auch etwas Endliches. So sollen wir unser Dasein so gestalten, dass die Erde ein Lebensraum für nachfolgende Generationen bleibt.

Immenhoch

Basta, Bob und Mühlenfee

Immenallee

Herzlichen Dank liebe Baum-Paten!

Immenhort

Rückblick Immenhort-Kurse 2015

Immenbar

Kaltbau ist cool

ZooImmen

Zum ersten Mal allein

Termine

Tag der offenen Imkerei 2018

Weggefährten

André Springer *73

Kleinfolgenreich

24.9.-28.09. FÖJ x 90

Gärten

Labsal in trostlosen Weiten / 2014

fuss