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Kleinfolgenreich als Ort der Begegnung und des Austauschs

Das erste Wochenende im Juli steht in Kleinfolgenreich ganz im Zeichen der Begegnung.
Am Samstag, den 06.07.2013 öffnet um 14 Uhr die Imkerei "Immenwohl" erstmals die Pforten des neuen Schwarmgartens und lädt Groß und Klein zu einem Nachmittag mit und bei den Bienen ein. Am Sonntag, den 07.07.2013 findet um 10 Uhr im Garten der Stille eine Gottesdienst-Feier der Region Südost statt. Pfarrerin Zimmermann und Pfarrer Karras werden gemeinsam mit Karina Pangsy und dem Kirchenchor den Gottesdienst gestalten.
Am Sonntag, den 07.07.2013 lädt der Heimatverein 16 Uhr herzlich zum 13. Zörbiger Konzert ins Amphitheater am Großsteingrab in Schortewitz. Das Consortium musica viva Halle spielt Flötentrios der Klassik.

Friedhof Cösitz am Ostermontag 2013  ©  Max Baumann

Frohe Ostern

Frohe Ostern

Wir wünschen Andacht und Zuversicht.

Das Reden von der Sünde im Singular macht die Unmöglichkeit deutlich, dieser durch Selbstbeobachtung, Selbstkontrolle und Askese entrinnen zu können. Diese Möglichkeit
ist dem Menschen nach christlichem Verständnis nicht gegeben. Martin Luther hat immer wieder betont, dass der Sündenbegriff zunächst ein religiöser und kein moralischer Begriff
ist, wie wir ihn verstehen: Die jeden Men­schen kenn­zeich­nen­de Grundsün­de, sagt Luther,
„wird nicht getan wie alle andere Sünde, son­dern, sie ist, lebt und tut alle Sünd und ist die wesentlich Sünd, die da nit ein Stund oder Zeit lang, son­dern wo und wie lang die Person ist,
da ist die Sünd auch“.

Aus der Predigt am Karfreitag von Pfarrer Dr. Andreas Karras.

Filmtipp „Das Geheimnis des Bienensterbens“

Filmtipp „Das Geheimnis des Bienensterbens“

Bienen gibt es seit 80 Millionen Jahren. Die wohl bekannteste Biene unter den knapp 20.000 verschiedenen Arten ist die Apis mellifera oder auch Westliche Honigbiene. Ihr haben wir es zu verdanken, dass in jedem Jahr etwa ein Drittel unserer Gemüse- und Obstpflanzen bestäubt werden, damit sie später Früchte tragen. Seit 6 Jahren ist jedoch eine starke Dezimierung der Bienenbestände weltweit zu beobachten. Man spricht vom CCD (Colony Collaps Disorder), also dem Völkerkollaps, wobei die Arbeiterinnen aus unerklärlichen Gründen in kürzester Zeit ihre Stöcke mit Brut und Vorräten verlassen. Als Ursache wird ein Zusammenwirken aus Schäd-
lingen wie der Varroa-Milbe, Krankheitserregern und Insektiziden vermutet. Doch bis heute können die Gründe nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Der französische Regisseur Mark Daniels zeigt in seinem bahnbrechenden Dokumentarfilm von 2010 ganz verschiedene Arten der Bienenhaltung, so zum Beispiel die industrielle Imkerei in den Mandelplantagen Kaliforniens, wo 36 Milliarden Bienen gebraucht werden um die 300.000 Hektar Mandelbäume zu bestäuben. Gut 80 % aller amerikanischen Bienenvölker werden aus dem ganzen Land für wenige Wochen an diesen Ort aufgestellt. Um einen 70-fachen Ertrag zu erzielen, werden die Bienen vorzeitig mit Zuckerwasser und Antibiotika gefüttert.
Aber es geht auch anders. So vertraut man in einem kleinen Ort in Schottland auf das Gleich-
gewicht der Natur. Dort setzt man auf natürliche Auslese und kommt demzufolge ohne jegliche Behandlung der Völker aus.

Der Film setzt sich mit den verschiedenen Erklärungsmodellen der Wissenschaftler auseinander und stellt in diesem Zusammenhang die entscheidende Frage: Was hat der Mensch damit zu tun? In einer Welt mit einer ausufernden industriellen Landwirtschaft nimmt die Vielfalt in der Natur immer weiter ab. So liegt es nicht fern, die Biene als Umweltindikator
zu betrachten.

„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben;
keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“
Diese drastische Formulierung wurde lange Albert Einstein zugeschrieben. Wer auch
immer diese Worte wählte, er traf einen wunden Punkt unserer kurzsichtigen Gegenwart.

Helfen wir den Bienen, so helfen wir uns selbst.

ka mit Freunden in Kleinfolgenreich

Man soll die Feste feiern wie sie fallen

Fest

Ein Tag Ende Februar, lichtgrauer Himmel, 5 Grad unter Null, eisiger Wind mit Schneewirbel, mein Geburtstag. Vor 41 Jahren, als ich im Thüringischen geboren wurde, muss das Wetter ähnlich gewesen sein. Getreu dem Motto "Man soll die Feste feiern wie sie fallen", habe ich es seit Mitte der 90er zur Tradition werden lassen, meine Geburtstage unter freiem Himmel zu erleben. Es gab schon Lagerfeuernächte in einem Sumpfgebiet nahe von Weißwasser, in dem Abrissdorf Lakoma im Cottbuser Braunkohlegebiet, vor meinem Küchenwagen in Halle, einen Schlittschuhnachmittag auf der Natureisbahn in Davos...
In diesem Jahr nun lade ich nach Kleinfolgenreich, zu veganem Kesselgulasch aus Seitan,
Rote Bete Carpaccio, Hollunderglühpunsch, Pfefferkuchen und Schokotarte. An diesem frostigen Tag folgen meiner Einladung sechs Kinder (eines ist erst acht Wochen alt) und zehn "ausgewachsene" Freunde vom Land und aus der Stadt. Es wird ein Nachmittag mit guten Gesprächen am Lagerfeuer und aufheizendem Schneefussball auf der Festwiese vor dem Klubhaus. Wir erleben in den gemeinsamen Stunden die besondere Art der Begegnung, die wir uns für Kleinfolgenreich wünschen und für die wir dieses Refugium aufbauen und gestalten.
Musikalisch begleitet uns Konstantin Wecker. Seine letzte CD "Wut und Zärtlichkeit" aus dem Jahr 2012 erreichte mich per Geschenk-Post aus Cottbus. Ich höre die Lieder schon am Vormittag immer wieder und hänge gedanklich anhaltend an der Zeile "Es gibt nichts Gutes außer man tut es" fest. Die Worte entstammen Erich Kästners Gedicht "Moral" und weisen darauf hin, dass sich nur in unseren Handlungen zeigt, ob wir gut sind. Nicht-Handeln kann nicht gut sein. Ein klares Plädoyer für Zivilcourage, das Wecker musikalisch eindrucksvoll vermittelt.

Caroline, unsere gute FÖJ-Seele, schenkt mir zum Geburtstag ein Gedicht des deutschen Pädagogen und Schuldramatikers Christian Gryphius (1649-1706), das sehr gut zum Tag in Kleinfolgenreich passt und für das Leben überhaupt.

Augenblick

Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen;
mein sind die Jahre nicht,
die etwa mögen kommen;
Der Augenblick ist mein,
und nehm ich den ich acht,
so ist der mein,
der Zeit und Ewigkeit gemacht.



Erntedank in der Laurentius Kirche Schortewitz ©  Max Baumann

Erntedank

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich,
wenn es mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt
durch das Wort Gottes und Gebet. (1 Tim 4,4-5)

Die persönliche Verbundenheit mit Gott durch das Gebet und Gottes Wort hält uns auf dem rechten Kurs im Gebrauch seiner Gaben. Denn, liebe Gemeinde, wenn wir im Gebet, der wohl intensivsten Verbundenheit mit Gott, wenn wir im Gebet mit Gott verkehren, scheint mir die Gefahr gebannt zu sein, dass sich der mit Gottes Schöpfung umgehende Mensch in die fatale Annahme versteigt, nicht Gott, sondern er sei der Schöpfer. Nicht Gott ist der Schöpfer, sondern der Züchter. Theologisch betrachtet ist das Manipulieren der Gene an Tier und Pflanze kaum anders zu bewerten, als dass sich der Mensch die Schöpferrolle Gottes anmaßt, freilich und das ist das Gefährliche daran, ohne die göttliche Ein- und Weitsicht zu haben.
Aus dieser vermessenen Haltung erwächst dann auch der dumpfe und lieblose Umgang mit Gottes Schöpfung, die schlimmstenfalls einzig als Möglichkeit zum Profitmachen ohne eigene Würdigkeit betrachtet wird.
Wenn nun ein neuer Reifungszyklus der Schöpfung beginnt, so soll uns das Zeichen dafür sein, dass wir zugleich vor dem Beginn vieler neuer Möglichkeiten stehen. Auch das eigene Leben soll genährt werden und Frucht bringen. Auch das, was uns persönlich missglückt, aber auch das, was politisch nicht gelingt, muss kein Unglück sein. Vielmehr kann es dazu beitragen, Leben zu bereichern, neue Möglichkeiten zu entdecken.

Aus der Predigt zum Erntedank von Pfarrer Dr. Andreas Karras.

Der Herbst

Das Glänzen der Natur ist höheres Erscheinen,
Wo sich der Tag mit vielen Freuden endet,
Es ist das Jahr, das sich mit Pracht vollendet,
Wo Früchte sich mit frohem Glanz vereinen.

Das Erdenrund ist so geschmückt, und selten lärmet
Der Schall durchs offne Feld, die Sonne wärmet
Den Tag des Herbstes mild, die Felder stehen
Als eine Aussicht weit, die Lüfte wehen.

Die Zweig' und Äste durch mit frohem Rauschen,
Wenn schon mit Leere sich die Felder dann vertauschen,
Der ganze Sinn des hellen Bildes lebet
Als wie ein Bild, das goldne Pracht umschwebet.

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843)

Immenhoch

Bob sagt Basta! 16. Juni 2015

Immenallee

Herzlichen Dank liebe Baum-Paten!

Immenhort

Rückblick Immenhort-Kurse 2015

Immenbar

In der Morgensonne

ZooImmen

Tausendfacher Tierbestand im Zoo Halle

Termine

Immenhort-Kurse 2019

Weggefährten

Antje Springer-Böhm *63

Kleinfolgenreich

24.9.-28.09. FÖJ x 90

Gärten

Labsal in trostlosen Weiten / 2014

fuss