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29.04.-03.05.2013 In voller Blüte / ct 3.5.13

Jetzt beginnt die Saison, wo ich wieder vorwiegend in Schortewitz arbeiten werde. Und dazu begrüßt mich der Garten liebevoll mit der Baumblüte. Die Vorreiter in der vergangenen Woche waren Pfirsich, Mirabelle, Wildpflaume und Kirsche. Die große Esche am Hügel blüht auch und wirft ihre Samenfäden ab. Beim Tischler sind die Bienen am Eschenahorn emsig beim Nektarsammeln und erfüllen den Garten mit einem beschäftigten anhaltenden Summen und Brummen. Seit dieser Woche steht nun auch Birne und Apfel in der Blüte. Die Bauernweisheit des Tischlers hat sich bewährt. Wie vorhergesagt sind die Schwalben nach sieben Monaten aus dem Süden zurückgekehrt. Nachdem sie am 20. September ihren Zug begonnen haben, sind sie nun am 17. April wieder hier eingetroffen. Faszinierend, wie exakt die Uhr der Natur sein kann.
Dank der Baum- und Strauchspende der Jägerschaft Schortewitz tut sich in Kleinfolgenreich gerade viel. Gemeinsam mit Max grub ich am Montag weitere Wiesenstreifen um und erlernte durchs Tun das Einpflanzen von Sträuchern. Damit die Quecke und anderes Beikraut nicht sofort wieder auf den Pflanzscheiben Fuß fassen, brauchen wir viel Mulch. Dafür stieg ich Dienstagmittag auf einen Anhänger, der von Gerhard Springers kleinem roten Traktor gezogen wurde. Und so tuckerten wir zur Fuhneaue, um eine große Ladung Weide zu holen, die sie dort im Dezember gekellt hatten. Dieses Holz eignet sich wunderbar zum Schreddern, da es ziemlich gerade wächst und nicht vorher noch zurechtgeschnitten werden muss, damit es in den Häcksler passt.
Kleinfolgenreich ist auch ein Zuhause für Tiere. Mindestens eine Eidechse bewohnt den Bienengarten und gerade in den feuchteren Tagen zeigte sich, was für ein Paradies Kleinfolgenreich für Weinbergschnecken sein muss. Denn sie waren allerorts anzutreffen und es gestaltete sich beim Arbeiten recht schwierig, den Fuß abzusetzen ohne das Leben einer Schnecke zu riskieren. Auch viele Singvögel nisten hier. Im Reisighaufen, dessen Geäst eigentlich geschreddert werden sollte, fand sich ein Nest mit drei Eiern. So wichen wir mit der lauten Maschine auf einen weiteren Haufen aus und hoffen, dass die Eier weiter bebrütet werden.

Wie man Möhre, Rote Bete, Rucola, Senf, und Lupine sät, konnte ich in der letzten Woche lernen. Um das Beet besser pflegen zu können, lässt man zwischen den Reihen einen regelmäßigen Abstand, um später das Wurzelwerk des Beikrauts mit dem Schuffel lösen zu können. Zu dem eigentlichen Saatgut gibt man zusätzlich Radieschensamen. Denn Radies geht früher auf und markiert damit die Pflanzreihen.

1. Mai 2013 - Kinder & Arbeit / kl

Der Tag der Arbeit zeigt sich am Morgen windig und zart grau. Doch die Tagestemperatur passt gut zur geplanten Pflanzaktion in Kleinfolgenreich, nicht zu warm und nicht zu kalt. Beinahe die Hälfte des Pflanzgutes der Jägerschaft ist noch in die Erde zu bringen. Zum Feiertag haben sich dankenswerterweise Helfer angekündigt. Um die Mittagsstunde kommen Freunde aus Halle und Lavin (ein Dorf im Engadin in der Schweiz), wir stärken uns im Garten am Lehmhaus mit heißer Suppe und Hirsebratlingen bevor wir gemeinsam ins Kleinfolgenreich ziehen.

Unsere Aufgaben für diesen Tag sind klar: Pflanzlöcher graben, Bäume und Sträucher pflanzen, mulchen, Wasser aus dem Brunnen pumpen, gießen, Bäume pfählen. Wir finden alle eine Aufgabe, die zu uns passt. Die Kinder ereifern sich erst einmal am Bau einer Pyramide aus ihren Körpern und lachen jedes Mal lauthals wenn sie zusammenbricht und alle übereinanderpurzeln. Später haben sie größte Freude daran, sich mit vereinter Kraft am Wasserpumpenschwengel zu schaffen, selbst die vierjährigen Mädels Anouk und Lore helfen mit. Am Ende des Tages werden wir etwa 500 Liter Wasser aus dem Brunnen gepumpt und den Pflanzen gebracht haben.
Kolja, Jason und Peer finden in der Gerätekammer eine alte Sense, versuchen sich im Umgang damit und bringen an einigen Stellen etwas Gras zu Fall. Später kommt Martin aus Schortewitz dazu und alle Kinder verkrümeln sich in einer selbstgebauten Buschbude. In ihrem grünen Versteck schaffen sie es, aus kleinen gesammelten trocknen Stöckchen ein Feuerchen zu entfachen (nachdem sie von Max die Erlaubnis erhalten hatten) und kochen zwei Kostproben Nudeln. Diese werden selbstverständlich gerecht geteilt.
Wir "Großen" staunen nicht schlecht über die Eintracht der 4 bis 11 jährigen und sind uns einig: So sehen glückliche Kinder aus. Sonja serviert zur Stärkung Birnenkuchen, eine Spezialität aus dem Engadin und Zitronenmellissetee mit Honig. Am Ende des Feiertages sind alle erfüllt von diesen schönen Stunden im Refugium Kleinfolgenreich und es fällt schwer sich zu trennen.

Wir danken Sonja Heinrich, Stefan Horender, Doro Arenhövel und Alex Lieb sowie
Noelle, Jason, Peer, Anouk, Kolja, Lore und Rosa.

Der Spaten ruft, der Besen winkt / 10.12 / ct

Am Sonnabend, den 27. Oktober 2012 rufen wir in Kleinfolgenreich zu einem Arbeitseinsatz auf, dem einige Freunde aus Nah und Fern folgen. Wir widmen uns dem Areal des geplanten Bienengartens und graben stundenlang einen Streifen um, was bei den niedrigen Temperaturen von innen heraus angenehm warm hält. Dieser wird später mit Blumenstauden und Beerensträuchern bepflanzt und natürlich gemulcht, um dem ohne Unterlass expandierenden Unkraut namens Quecke Einhalt zu gebieten.

Zur Mittagsmahlzeit verwöhnt uns die Himmel & Erde Küche mit guter Kost wie Rote-Bete-Spaghetti zu erntefrischen Kartoffeln und knusprigen Roggenspelzen.

Während die Frauen am Nachmittag das Klubhäuschen auf Vordermann bringen, wobei sie die alte Deckenverkleidung und Tapetenreste aus dem Innenraum entfernen, gehen die Männer das auf dem Grundstück herumliegende Konglomerat verschiedenster Altmaterialien an, und sortieren Eisen, Plastik und Bauschutt. Aus Letzterem kann nach und nach ein Monte Klamott, also ein künstlich angelegter Hügel, am Ort der Stille aufgeschichtet werden. Währenddessen bauen die Kinder Buden und reparieren enthusiastisch die Reste eines alten Kinderwagens, einem Fundstück aus Kleinfolgenreich.

Trotz der rauhen Witterung verbringen wir einige arbeitssame und fröhliche Stunden und hoffen, dass dieser erste gemeinsame Schritt reich an kleinen Folgen sein wird.

Immenhoch

Der Baumeister lebe hoch – Ankunft am 9. Juni 2015

Immenallee

Herzlichen Dank liebe Baum-Paten!

Immenhort

Kastania die Zweite

Immenbar

Kaltbau ist cool

ZooImmen

Tausendfacher Tierbestand im Zoo Halle

Termine

Immenhort-Kurse 2019

Weggefährten

Antje Springer-Böhm *63

Kleinfolgenreich

Neue FÖJlerin – Feld oder Acker

Gärten

Labsal in trostlosen Weiten / 2014

fuss