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Immenhoch

Das Projekt „Immenhoch“ sucht nach Wegen Erwachsen und Kindern das Wesen und Wirken der Bienen näher zu bringen. Der Hochstand erlaubt dabei eine große Nähe zu den Bienenvölkern und schützt zugleich Mensch und Imme davor, einander unfreiwillig zu nahe zu kommen.

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Landkinder & Hochkultur / mb 29.10.15

Schüler der Umweltschule Görzig besuchen das Bienenvolk „Bob der Baumeister“,
die Kulturstiftung des Bundes und das Krokoseum in den Franckeschen Stiftungen in Halle

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Bild Autor

Günter Manke im November 2013 ©  kl

formvollendet & kunstvoll / kl / mb 9.8.15

Im Februar 2012 kam Max vom Faschingskurs bei Mellifera zurück und berichtete das erste Mal vom Weißenseifener Hängekorb, den er auf dem Gelände der Fischermühle in einem schützenden Unterstand sah. Im Mai 2013 beobachteten wir beim Schwarmkurs, den wir gemeinsam bei Mellifera besuchten, Bienen dort ein- und ausfliegen. Sofort waren wir uns einig, dass ein solcher Korb ganz selbstverständlich zu Kleinfolgenreich gehört.

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Wahrnehmungsübung

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Platzieren eines Schwarms ©  mb

Der Bildhauer Günter Manke hat ihn in Weißenseifen in der Eifel entwickelt, wo er ab 1949 gemeinsam mit einigen Kommilitonen der Düsseldorfer Kunstakademie eine Künstlerkolonie aufbaute. Er entwickelte diese Bienenwohnung aus dem Wesen des Bien heraus, mit Stroh, aus warmen Sonnengelb, in Ei-Form, der Wärmeform. Diese kam ihm in den Sinn, als er den Freibau eines Bienenschwarms im Baum bestaunen konnte und die Ganzheit des Volkes, wie es sich darleben würde, entdeckte. Mankes maßgeschneiderter Korb folgt dabei den Kettenlinien der Baubienen. Diese formieren sich in der, die Königin umhüllenden Schwarmtraube, um von oben herab ihren Wachskörper parabelförmig auszubilden.
Interview mit Günter Manke in „Biene Mensch Natur“

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Schablone

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Kraftakt ©  mb

Es fügte sich, dass Mellifera im November 2013 einen Kurs zum Nähen des Weißenseifener Hängekorbes anbot und wir mit unserer damals 10jährigen Tochter Rosa daran teilnehmen konnten. Wir lernten den hochbetagten Günter Manke kennen, folgten begeistert der Weisheit seiner Worte in mehreren Vorträgen, ließen uns bei Wahrnehmungsübungen in seine spirituelle Welt mitnehmen, formten nach seinen Anregungen verschiedene Gebilde aus Ton und nähten an unseren Körben.

Märchenhaft wirken die von Baustrahlern beleuchteten Szenerien aus der Scheune. Auf einem immer dichter werdenden Teppich aus goldgelbem Roggenstroh nähten die 40 Teilnehmer aus den verdrehten Bündeln der Halme und Peddigband ihre Körbe. Vier Tage sollte der Kurs dauern und schnell wurde klar, dass diese nicht für die Fertigstellung ausreichen würden, also wurde bis spät in die Nacht gearbeitet. Es war ein Rausch.

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Rosa, Thomas Radezki & Günter Manke

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Formsprache ©  mb

Mehrere Pioniere der Bienenhaltung in Weißenseifener Hängekörben aus Deutschland und England gaben Hilfestellung bei der mühevollen Näharbeit, die neben Ausdauer auch einiges an Kraft erforderte.
Wir wurden von Johannes Loriz betreut, der den Teilnehmern seinen, hinsichtlich Funktionalität und Haltbarkeit weiterentwickelten, Hängekorb vorstellte.
Daraufhin hegten wir den Wusch, Johannes mit Kleinfolgenreich bekannt zu machen. Im August 2014 folgte er unserer Einladung, stellte sich im Rahmen unserer Reihe Passion & Werdegang vor und demonstrierte beim 1. Korb-Nähkurs in Kleinfolgenreich die Handhabung seines Hängekorbes im Nussbaum.

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Schüler schauen zu KöLiBi auf ©  mb

KöLiBi lebe immenhoch / mb 31.7.15

Der Beginn einer wundervollen Freundschaft

Vor drei Jahren führte uns ein Wandertag in unsere unmittelbare Nachbarschaft nach Schortewitz. Dort entdeckten wir ein Kleinod, nicht nur für Bienen, aber genau diese weckten bei uns große Neugier und Interesse.

In Kleinfolgenreich, einer alten Kleingartenanlage, ursprünglich und auch etwas wild, lernten wir den Imker Max Baumann kennen, erfuhren viel Neues über Bienenvölker und ihren Bedürfnissen. Sogleich war die neue Projektidee für unsere Umweltschule geboren.

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"Wollen wir Honig sammeln?" ©  mb

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Geschickte Kinderhände ©  mb

Ein Jahr später übernahmen wir die Patenschaft über ein Bienenvolk KöLiBi (Königin Lisas Bienen), was in unserem weitläufigen Schulgarten ein Zuhause fand. Täglich konnten die Kinder die Bienen beobachten und waren fasziniert von deren Fleiß und dem Miteinander ohne Angst.
Das erste Honigschleudern in unserer Schule war natürlich ein besonderer Höhepunkt und die Kinderaugen leuchteten. Beim Honigverkauf auf dem Weihnachtsbasar konnte so manches Schulkind schon Auskünfte über das Leben der Bienen und geben.

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Fröhlicher Handlanger ©  mb

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Öffnen des Fluglochs ©  mb

KöLiBi die Zweite

In diesem Jahr führen wir unser Projekt auf dem Schulhof fort und ermöglichen den Bienen auf einem Hochstand ihren ursprünglichen Dasein in der luftiger Höhe zu frönen.
Beim Aufbau des Baugerüstes halfen die Viertklässler tatkräftig und voller Stolz begrüßten alle SchülerInnen und Mitarbeiter unserer Schule das Bienenvolk KöLiBi die Zweite. Freudig sahen wir den Bienen zu, wie sie nach dem Öffnen des Fluglochs ihre ersten Kreise über unseren Köpfen zogen.

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Bild zum Spendenaufruf für die" Immenallee" ©  mb

Bienengesumm im Apfelbaum

Der Zusammenhang zwischen den emsigen Bestäubern und Apfelbäumen, unserem zweiten Umweltprojekt diesen Jahres, liegt auf der Hand. Die Erforschung von allem Wissenswerten rund um den Apfel steht für uns nun auf dem Plan.
Ein Höhepunkt im kommenden Schuljahr wird das Pflanzen von Apfelbäumen alter Sorten in die großen Lücken einer geschützten Obstbaumallee in Schortewitz sein.

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Bob sagt Basta! 16. Juni 2015 / te 18.6.15

Wir öffnen die Beute. Der Erste Eindruck ist ok. Das Wetter ist kühl und windig – auch gestern schon war es relativ ruhig am Flugloch. Wir schauen von links nach rechts die Rahmen durch. Die ersten zwei Rahmen sind nur halb ausgebaut. Der Dritte Rahmen macht uns stutzig. So buckelig, die verdeckelte Brut. Max äußert Bedenken. Eigentlich wollten wir – wetterbedingt – nur fix mal gucken und nicht alle Rahmen ansehen. Aber wir entscheiden um. Das vierte Rämchen erzählt uns, was passiert ist. Es gibt Weiselzellen. Kleine Zellen, in die Waben hineingebaut. Vorwiegend im unteren Drittel der Beute und unten am Rand. Und da erklärt sich, warum die Aktivitäten so zurück gegangen sind. Am Wochenende muss ein Schwarm gefallen sein! Ganz sicher. Wir finden mehr als 10 Weiselzellen. Ich frage mich, warum ich das nicht erkannt habe am Freitag, als ich da alleine da oben war. Da waren die schon gebaut. Es hatte so viele Bienen, dass ich die Waben nicht richtig gesehen habe. In der Erwartung, dass alles gut ist, sobald ich Honig und Larven sehe, habe ich keine weiteren Fragen gestellt. Wieder was gelernt! Im Nachhinein verstehe ich, warum unser Bob so ruhig war gestern. Er war schlicht „abgereist“. Ob die Nachbarn in der Stadt was mitbekommen haben? Vielleicht ist es ein Trost, zu wissen, dass die Völker nur schwärmen, wenn es ihnen gut geht und sie die Kraft haben, los zu ziehen. Mit diesem Bob werden wir dieses Jahr keine Honig ernten.

Nun müssen wir unsere Ex-Basta Bob Baumeister Mühlenfee noch mal gegen ein andere Volk austauschen. Wir wollen am Standort ja auch erproben, wie die Honigernte auf dem Hochstand funktionieren kann. Erstmal verabreden wir, über das weitere Vorgehen nachzudenken. Mal sehen, wie sich unser Imker Max entscheidet.

Basta, Bob und Mühlenfee / te 18.6.15

Es ist eine kleine Tradition bei den Imkern in Kleinfolgenreich, den Bienenvölkern Namen zu geben und die Namen auf die Beuten zu schreiben. Wer Pate wird, darf den Namen bestimmen. Es erleichtert, die Völker auseinanderzuhalten und außerdem macht es auch einfach Spaß sich Namen auszudenken. Unser Leihvolk im letzten Jahr hieß Asta. Nach der Tänzerin Asta Nielsen. Leider war das Volk im April drohnenbrütig. Unsere Königin hatte den Winter nicht überlebt. Wir überlegten, das neue Volk mit dem Anfangsbuchstaben B zu benennen. Irgendwie kamen wir plötzlich auf „Basta“. Nach längeren Überlegungen gefiel uns Basta aber dann doch nicht. Basta auf dem Etikett für den Honig? Und: klingt irgendwie immer noch nach Asta. Obwohl es ja nun ein anderes Volk ist und Lutz, unser Mitstreiter im Projekt, war für Bob. Weil die Bienen so gute Baumeister sind und nun doch auch auf einem Hochstand leben. Und „Bee Bob“ hat uns auch gefallen. Nun also: Bob!
Der (Nach)Name „Mühlenfee“ stammt übrigens von der Dame, in deren Garten in Köthen sich der Schwarm niedergelassen hatte. Max hat ihn dort eingefangen (siehe Fotos!) und sie durfte sich den Namen ausdenken. Ich glaube, es war im Mühlenweg.

Erste Durchsicht. 12. Juni 2015 / te 18.6.15

Mit der Ruhe ist es nicht weit her, Gartenbaufirma und Landschaftsbau-Experten treffen sich für die Vorbesprechung für die Arbeiten im Garten. Ich mit meinen Bienen mitten drin. Bob ist schwer flugaktiv. Ich ziehe einzelne Rähmchen und kann vor lauter Bienen gar nicht viel sehen. Aber ich entdecke ein paar weiße Larven und sehe viel Honig. Alles scheint gut mit unserer Bee Bob. Ich gebe noch ein Rähmchen zu, zum ausbauen. Und bin zufrieden.

Immenhoch

formvollendet & kunstvoll

Immenallee

Herzlichen Dank liebe Baum-Paten!

Immenhort

Einzug in luftiger Höhe & die Königin im Gras

Immenbar

In der Morgensonne

ZooImmen

Am Herzen liegend

Termine

Immenhort-Kurse 2016

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Max Baumann *61

Kleinfolgenreich

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Labsal in trostlosen Weiten / 2014

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