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Immenhort

Die Projekte von Kleinfolgenreich, die sich der wesensgemäßen Bienenhaltung widmen, vereinen wir unter der Wortmarke Immenhort. In diesem Rahmen sind wir als Regionalgruppe für wesensgemäße Bienenhaltung bei Mellifera e.V. registriert.

Immenhort & die wesensgemäße Bienenhaltung / mb 17.8.15

Inspiriert von den Kursen an der Fischermühle bei Mellifera e.V. orientieren wir uns in der imkerlichen Praxis an den Richtlinien von Demeter e.V.. Dabei sind wir auf der Suche nach einem aufrichtigen, für unser spannungsvolles Umfeld angemessenen Weg.

Naturwabenbau am Oberträger ©  mb

Erst in den 1980er Jahren mit der Ausbreitung der Varroa-Milbe und dem ersten Bienensterben in Deutschland stellten einige Imker im Umfeld der neu gegründeten Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle ihre imkerliche Praxis grundlegend in Frage und begannen vor dem Hintergrund der Äußerungen Steiners und des Werkes Ferdinand Gerstungs (1860-1925) neue Betriebsweisen zu entwickeln. Ferdiand Gerstung war einer der sogenannten „Großmeister“ der deutschen Bienenzucht und veröffentlichte 1901 das bahnbrechende Werk „Der Bien und seine Zucht“. Zunächst weitgehend im Stillen und gänzlich gegen den Strom der Zeit wurden damit an der Imkerei Fischermühle die Grundlagen der wesensgemäßen Bienenhaltung gelegt. Die „Bundesfachgruppe Demeter Bienenhaltung“ entwickelte dann Richtlinien für die Art der Haltung, die seit 1995 der Zertifizierung für Produkte aus Demeter Bienenhaltung dienen.

 aus  > Bienen verstehen, wesensgemäß Imkern

Schwarm auf Baumfühlung ©  kl

Im Sinne der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise orientieren sich die imkerlichen Kulturmaßnahmen an den natürlichen Bedürfnissen des Bienenstocks. Die Betriebsweisen sind so gestaltet, dass der BIEN seine natürlichen Lebensäußerungen organisch entfalten kann. In der Demeter-Bienenhaltung dürfen die Bienenvölker ihren Wabenbau als Naturwabenbau errichten. Grundlage für Fortpflanzung, Vermehrung, Verjüngung und züchterische Entwicklung ist der Schwarmtrieb. Eigener Honig ist wesentlicher Bestandteil der Wintervorräte der Bienen.

Bienen sind durch ihre Bestäubungsleistung und ihr, die Lebenskräfte der Pflanzen und der Natur anregendes Bienengift von großer Bedeutung für die gesamte Natur. Die wohltuende Wirkung von
in der Kulturlandschaft aufgestellten Bienenvölkern zeigt sich besonders in der Steigerung von Ertrag und Qualität vieler Früchte unserer Kulturpflanzen und ist dadurch für jeden landwirtschaftlichen Betriebsorganismus von großer Bedeutung. Aus diesem Grund ist eine Bienenhaltung für jeden Demeter-Betrieb anzustreben.

aus  > Demeter Richtlinie Bienenhaltung

Organisches Wabenwerk - geronnene Gestalt des Bien ©  kl

Rückblick Immenhort-Kurse 2015 / mb 30.7.15

In unseren Kursen wechseln wir, der Gruppendynamik sowie der Stimmung der Bienen folgend, zwischen Theorie und Praxis. Vor dem Hintergrund des Lehrstoffs der konventionellen Imkerei steht dabei die wesensgemäße Bienenhaltung im Mittelpunkt.

Unsere förderfähigen Imkerkurse gliedern sich nach den Empfehlungen des Imkerverbandes Sachsen-Anhalt in je 20 Stunden Praxis und Theorie. Der Wochenend-Neuimkerkurs wird durch einen eintägigen Aufbaukurs fortgesetzt und durch 6 Immenhort-Treffs** im Verlauf der Saison ergänzt.** Die Teilnahme von mind. 4 der 6 Treffs ist für die Anerkennung erforderlich.

Innehalten am Flugbrett

und bunte Pollenhöschen bestaunen ©  kl

Erster Eingriff in das Volk Paul

und sogleich die Nestordnung vor Augen ©  Kl

Behutsames Wenden des Rahmens

beim Imkern in kleinen Gruppen ©  kl

Tafelbilder entstehen

im Austausch mit den Kursteilnehmern ©  kl

Dynamischer Wechsel zwischen Praxis

und Theorie  ©  kl

Der Schwarm ist die Erfüllung des Bien

wir schenken ihm unsere Aufmerksamkeit ©  kl

ExpertInnen bereichern unsere Kurse

und köstliche Speisen sorgen für das leibliche Wohl ©  mb

Gedankenaustausch ©  kl

Am Rande der Weiten industrieller Landwirtschaft ©  mb

Sabine & Thomas / mb 15.7.15

Thomas Radetzki ist der Begründer des Vereins für wesensgemäße Bienenhaltung Mellifera e.V.,
der seinen Sitz in der Fischermühle im Süden, nahe des Bodensees hat. Seit einigen Jahren sind wir Mellifera sehr verbunden und verdanken Thomas und seinen Mitstreitern maßgebliche Impulse, die unseren Blick auf die Bienen und ihre Bedürfnisse grundlegend verändert haben. Schon lang hegten wir den Wunsch, den unermüdlichen Streiter für das Wohl der Bienen zum erholsamen Kurzurlaub nach Kleinfolgenreich einzuladen.

Als sein Beitrag  zum 1. Bernburger Imkertag der Fachhochschule Anhalt angekündigt wurde,
lag es nahe, Thomas nach Kleinfolgenreich zu holen.
Am Samstagabend konnten wir ihn endlich in den Gärten von Kleinfolgenreich begrüßen und ihm
in diesem Refugium unsere Vorstellungen im Umgang mit den Immen veranschaulichen. Nach Speise-
und Tanzvergnügen in sternenklarer Nacht kreisten am Sonntag unsere Wahrnehmungen & Visionen
von Biene, Mensch und Natur auf „Sabines“ Immenhoch-Stand, zwischen Himmel und Erde.

Hier oben ist spürbar:
Wer dem „Bien“ nahe kommt, tritt aus dem Alltag.

Sabines Vorspiel ©  mb

Johannes mit Agatas Immen ©  kl

Ein Wochenende im Zeichen des Bien & der Schöpfung / kl 4.7.15

Das Wetter am ersten Samstag im Juli, an dem in Deutschland traditionell Imkereien ihre Tore  für Besucher öffnen, hatte es allzu gut mit uns gemeint. Strahlend blauer Himmel und 38 Grad im Schatten, für den wir mit Schirmen und Sonnensegeln ausreichend gesorgt hatten. Im großen Zelt und am Immenhoch-Gerüst waren phantasievolle Bilder von Grundschülern der Umweltschule Görzig ausgestellt und vor dem Zelt boten Schüler das Kolorieren von Pflanzschildern mit Naturfarbpigmenten an. Die Umweltschule des Nachbarortes ist mit uns im Rahmen einer Bienenpatenschaft und durch das Immenhoch-Projekt verbunden: seit Juni steht auf dem Schulhof in Görzig das Patenvolk Kölibi auf einem Baugerüst in 3,50 m Höhe.

Projekt Immenhoch ©  mb

Hannemanns Röstlaube ©  kl

Projekt Immenallee

Freibau & Süßes Gold ©  kl

Zu den ersten Gästen zählte der Imkerverein Bernburg und Umgebung e.V., der mit 35 Mitgliedern angereist war. Max führte sie durch Kleinfolgenreich und stellte unsere Art der Imkerei vor. Als Dankeschön übernahmen die Bernburger mit ihrem Verein eine Baumpatenschaft für die Immenallee, eines unserer Kleinfolgenreich-Projekte in naher Zukunft. Die Besucher des Bienenfestes trafen bei Rundgängen durch Kleinfolgenreich am Immenhoch-Gerüst auf Markus Ehm an seiner Top Bar Hive. Er erklärte das Immenhoch-Projekt und beantwortete Fragen rund um die große Lagerbeute. Im improvisierten Schleuderraum zeigten Anita und Bernd Braband wie der Honig aus der Wabe ins Glas kommt und machten deutlich, worauf bei diesem Prozess zu achten ist. Beide hatten sich im Frühjahr im Rahmen eines Honigkurses beim Deutschen Imkerbund weitergebildet.

Schau-Schleudern

Erfrischende Hilfe ©  kl

Unsere Schortewitzer Jägerin brachte mit ihrem Bruder interessierte Gäste auf einem, vom Traktor gezogenen Hänger in die Fuhneaue und sensibilisierte für diese schützenswerte Auenlandschaft und ihre Bedeutung für die Pflanzen- und Tierwelt. Dabei machten sie Halt an unseren Bienenstand auf einem Podest in der Fuhneaue. Höhepunkt des diesjährigen Bienenfestes war das Öffnen des von Günter Manke entwickelten Weißenseifener Hängekorbes. Johannes, der den Korb in den letzten Jahren praxisfreundlich weiterentwickelt hatte und Max öffneten ihn gemeinsam und gaben den Blick auf das parabelförmig wachsende, goldgelbe Wabenwerk frei. Johannes Loriz war mit Agata Chmielewska den 550 km weiten Weg aus dem Süden von der Kooperative und Dorfuni Dürnau gekommen, um mit uns das Wochenende den Bienen zu widmen, Gedanken auszutauschen und Kraft zu schöpfen.

Goldgelbes Wabenwerk von Volk Agata ©  kl

Geheimnis des Stockdunkels

Wir danken allen Beteiligten, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Es waren bereichernde gemeinsame Stunden im Refugium für Biene, Mensch und Natur, mancher neue Kontakt wurde geknüpft. Verständlicherweise nahmen wegen der großen Hitze in diesem Jahr weniger Menschen daran teil.

Engel

und Gottesdienst ©  mb

Am ebenso heißen und sonnigen Sonntag nach dem Bienenfest fand in Kleinfolgenreich der traditionelle Regionalgottesdienst unter freiem Himmel statt. Dank der Bäume im Garten der Stille und zwei großen Schirmen konnten alle 84 Besucher des Gottesdienstes beschattet werden und sich an der Predigt von Pfarrerin Anke Zimmermann, dem Theaterstück der Christenlehre und dem Spiel des Posaunenchores Weißandt-Gölzau erfreuen. Im Anschluß gab es Kuchen und interessante Gespräche über Natur und Bienen.

Wir lassen Bienen hoch leben / kl 28.6.15

Wenn wir daran denken, oder es erahnen wollen, wie Bienen zu Urzeiten gelebt haben, dürfen wir sie uns im Wald, in Baumhöhlen ab 5 m Höhe vorstellen. Diese Unterschlüpfe und letztendlich Behausungen haben sie sich von Anbeginn an selbst gesucht. Angesiedelt zwischen Himmel & Erde flogen sie aus ihrem Stockdunkel durch lichtes Blatt- oder Nadelwerk hinaus in ihre Außenwelt, raumgreifend im Umkreis von ca. drei Kilometern.
Wurde es ihnen in der Unterkunft zu eng, waren die Vorratswaben mit Pollen und Honig voll, geriet das Volk in eine besondere Stimmung, in Schwarmstimmung. Es löste seinen inneren Zusammenhang auf, teilte sich, die alte Königin überließ der jungen Prinzessin, ihrer Tochter das Feld und zog mit ihrem Gefolge ca. drei Kilometer entfernt in eine neue Baumhöhle ein.

Zeidlerei, oder auch Zeidele, also das Imkern in den Bäumen war auf die Dauer zu beschwerlich und vermutlich auch nicht ungefährlich. Daher wurden die Bienen auf die Erde geholt und fortan unten gehalten. Seit das Dasein für Immen durch unzählige ungünstige Faktoren schwieriger geworden ist und diese Problematik zunehmend ins Bewußtsein der Menschen reicht, suchen immer mehr Bienenliebhaber nach Möglichkeiten, wie sie den blütenbestäubenden und nektarsammelnden Hautflüglern Gutes tun könnten. Die alte Tradition der Waldimkerei wird wieder entdeckt und probiert, greift von den Baschkiren aus der autonomen russischen Republik Kortostan über Polen vereinzelt im Rahmen von Naturschutzprojekten auf Deutschland über.

Auch wir haben in unserem Verein Kleinfolgenreich Ideen entwickelt, wie wir den Bedürfnissen der Bienen mehr entsprechen können. Im schwarmfreudigen Wonnemonat Mai besiedelten wir einen hohlen Baumstamm mit Volk Rosa auf 1,30 m, eine Bienenkiste mit dem Räuber im Nussbaum auf 2,30 m Höhe und auf 90 cm einen Alemannischen Rumpf – unser Bienen-Goetheanum mit Rudolf.

Aufschauen können wir seit kurzem zu Volk Agata, das im Weißenseifener Hängekorb auf 2,80 m schwebt und Sabine in ihrer Dadant-Beute steht auf einem Hochstand 3 m über der Erde. Sie setzte den Anfang unseres Hochstand-Imkerei-Projektes „Immenhoch – Die Bienen hoch leben lassen“, das dank der Förderung der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit Kleinfolgenreich e.V. und der Imkerei Immenwohl in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden kann.

Esperanza inwendig ©  mb

Tausendfacher Tierbestand im Zoo Halle / mh 23.6.15

Am 9. Juni 2015 gegen 7:30 Uhr kommt Max im Bergzoo Halle an. Auf dem Wirtschaftshof laden wir die Beute mit Heldin Tochter auf ein Elektroauto und transportieren sie zum endgültigen Standort. Dort taufen wir sie auf den Namen „Esperanza“. Wir verbinden mit dem Namen für unser Volk die Hoffnung, dass die Bienenhaltung in Verbindung mit dem erlebnisreichen Bienenhaus eine hoffnungsvolle Zukunft im Zoo hat. Als wir am Nachmittag „unser“ Volk besuchen, fliegt sich der „Zoobien“ bereits ein.

Am nächsten Mittag herrscht reger Flugbetrieb und die Sammlerinnen kehren mit dicken gelben Pollenhöschen zurück. Sie starten schön nach oben, so dass keine Gefahr besteht, dass vorbeilaufende Besucher in die Flugbahn geraten. Es ist eine Freude, „Esperanza“ jetzt bei uns zu haben!

Bienentraube wird auf Tuchfühlung gebracht.  ©  kl

Kastania die Zweite / kl 11.6.15

Lange schon hatten wir beim Lauschen am unteren Flugloch des hohlen Kastanienstammes in Kleinfolgenreich nicht mehr das sonore Summen eines intakten Bienenvolkes hören können. Nur noch rasselige Einzelstimmen weniger, übrig gebliebener Bienen eines verlorenen Volkes und der Geruch von Wachsmottenaktivitäten drangen aus dem Resonanzkörper.

Als Marion am Dienstag in Dessau zu einem Schwarm gerufen wurde und diesen erfolgreich in die Schwarmkiste einlogieren konnte war klar, dieses Volk darf in die geräumige Altbauwohnung einziehen und ganz nach Belieben sein Wabenwerk errichten.

Der Schwarm ruhte eine Nacht im Wildgarten von Kleinfolgenreich aus und durfte am Mittwochabend im Beisein von Tinatin, Markus, Max, Marion und Katrin in die neue, großzügige Behausung einlaufen. Da der Einstieg aufgrund einiger Überhänge für die Bienen beschwerlich war und sie anfangs hinderte, den Duft fächelnden Schwestern, welche den Bau bereits akzeptiert hatten zu folgen, halfen wir mit unseren Händen überbrückend nach. Tinatin entdeckte im Gewimmel die Königin und so konnten wir alle auch ihren Einzug erleben.

Aufgelöste Majestät in den Wirren ihres Gefolges. ©  kl

Immenhoch

Erste Durchsicht. 12. Juni 2015

Immenallee

Herzlichen Dank liebe Baum-Paten!

Immenhort

Wir lassen Bienen hoch leben

Immenbar

Elfe läßt grüßen

ZooImmen

Zum ersten Mal allein

Termine

Immenhort-Kurse 2018

Weggefährten

Antje Springer-Böhm *63

Kleinfolgenreich

24.9.-28.09. FÖJ x 90

Gärten

Labsal in trostlosen Weiten / 2014

fuss